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Zwergwasserkelch

Cryptocoryne parva

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Porträt

Der Zwergwasserkelch ist die kleinste bekannte Art seiner Gattung. Seine Heimat ist das Bergland im Inneren Sri Lankas rund um Kandy, wo er in dichten Beständen an Flussufern und im seichten Wasser wächst. Aus einem kurzen Rhizom treibt er eine winzige Rosette derber, mittel- bis dunkelgrüner Blätter, die unter Wasser schmaler ausfallen als in der Landform. Anders als viele Verwandte ändert er Form und Farbe kaum, wenn sich die Bedingungen im Becken wandeln. Ohne Blüte ist er schwer von der Naturhybride Cryptocoryne × willisii zu unterscheiden, und früher liefen beide fälschlich unter dem Namen einer ganz anderen Art, „Cryptocoryne nevillii“.

Im Aquarium gehört er in den Vordergrund und eignet sich auch für kleine Becken. Für einen Wasserkelch ist er erstaunlich lichthungrig: Er braucht einen freien Platz, an dem ihn keine höheren Pflanzen beschatten. CO₂ ist nicht zwingend, beschleunigt aber das Wachstum, ebenso ein nährstoffreicher Boden oder Düngerkugeln im Grund. Fehlen Eisen oder Kalium, werden die Blätter bleich und löchrig. Selbst unter besten Bedingungen wächst er langsam und muss kaum geschnitten werden. Wer einen Rasen möchte, teilt die Topfpflanzen in kleine Büschel und verteilt diese locker, jeweils ein paar Zentimeter auseinander; nach etwa einem halben Jahr sind sie zusammengewachsen.

Vermehrt wird er über unterirdische Ausläufer und Tochterpflanzen am Rhizom, die man abtrennt und neu einsetzt. Über Wasser, etwa im Paludarium, bildet er beides deutlich reichlicher als untergetaucht. Dort zeigt er mit etwas Glück auch seine winzigen Blütenstände mit dunkelpurpurnem Hochblatt. In der Natur ist die Art in jüngerer Zeit nur selten gesammelt worden; möglicherweise ist sie dort bedroht.

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Steckbrief

Wuchshöhe
3–6 cm
Platz im Becken
Vordergrund
Licht
mittel
CO₂-Zugabe
nicht nötig
Wachstum
langsam
Temperatur
23–26 °C
pH-Wert
5–8
Anspruch
Erfahren
Wuchsform
Rosettenpflanze
Vermehrung
Ausläufer, Teilung
Familie
Aronstabgewächse (Araceae)

Herkunft

Zentrales Hochland von Sri Lanka

Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Braucht für einen Wasserkelch ungewöhnlich viel Licht und darf nicht im Schatten anderer Pflanzen stehen – mit etwas Abstand gesetzt, wächst sie in einigen Monaten zu einem niedrigen Rasen zusammen.

Fische aus derselben Region

Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Asien stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.

Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/zwergwasserkelch · Stand: 19. September 2026