Porträt
Der Amazonas-Froschbiss treibt auf Seen, Tümpeln und träge strömenden Flüssen; seine Heimat reicht von Mexiko über Mittelamerika und die Karibik bis in den Süden Südamerikas. Seine gestielten Blätter stehen in Rosetten und liegen flach auf dem Wasser; sie sind rundlich, glatt und an der Unterseite schwammig verdickt, denn luftgefülltes Gewebe gibt ihnen Auftrieb. Darunter hängen lange, meist unverzweigte Wurzeln mit dichtem Haarbesatz. Im Handel läuft die Art meist noch als Limnobium laevigatum; POWO stellt sie inzwischen in die Gattung Hydrocharis, zu der auch der europäische Gemeine Froschbiss gehört. Der Artname bedeutet „geglättet“: Humboldt und Bonpland hielten die Pflanze zunächst für einen Schwimmfarn und fanden ihre Blätter im Vergleich zu dessen behaarten Blättern auffallend kahl.
Im Aquarium ist der Froschbiss anspruchslos und wächst sehr schnell. Schon wenig Licht genügt, CO₂ braucht er nicht. Er eignet sich vor allem für offene Becken, denn Tropfen von einer Abdeckscheibe bringen die Blätter zum Faulen. Die Wurzeln bieten Jungfischen und Oberflächenfischen wie Guramis Deckung und lassen sich bei Bedarf einkürzen. Weil sich die Oberfläche rasch schließt, muss man regelmäßig Pflanzen abschöpfen, damit darunter noch genug Licht ankommt. Manche Schnecken fressen am schwammigen Gewebe der Blattunterseite.
Die Vermehrung geschieht von selbst über Ausläufer, an deren Enden neue Rosetten entstehen. In freien Gewässern macht genau diese Wuchskraft den Froschbiss zum Problem: Außerhalb seiner Heimat hat er sich unter anderem in Kalifornien, Japan, Australien und in Frankreich, Spanien, Polen und Schweden angesiedelt. Dort bildet er dichte Matten, die das Wasser darunter verdunkeln. Bei guter Versorgung und hoher Luftfeuchte richtet er Blätter über der Wasseroberfläche auf, und selten erscheinen kleine weiße Blüten.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 1–5 cm
- Platz im Becken
- Schwimmend
- Licht
- gering
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- schnell
- Temperatur
- 20–27 °C
- pH-Wert
- 5–8
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Schwimmpflanze
- Vermehrung
- Ausläufer
- Familie
- Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)
Herkunft
Mexiko, Mittelamerika, Karibik und Südamerika bis Argentinien, Uruguay und Chile
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Wächst sie plötzlich langsamer, fehlen dem Wasser Nährstoffe; überzählige Pflanzen nie in Gewässer werfen, weil sich die Art in Europa bereits ausbreitet.
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/amazonas-froschbiss · Stand: 19. September 2026