Porträt
Die Amazonas-Schwertpflanze gehört zu einer formenreichen Art, die von Honduras über Kuba und das nördliche Südamerika bis nach Bolivien und Brasilien verbreitet ist. Botanisch heißt sie heute Aquarius grisebachii, weil die großen Schwertpflanzen 2018 aus der Gattung Echinodorus herausgelöst wurden; im Handel ist der alte Name aber weiter üblich, meist als Echinodorus bleheri. Ihr Artname erinnert an den Botaniker August Grisebach. In der Natur wachsen die Pflanzen amphibisch an Flussufern: Einen großen Teil des Jahres stehen sie unter Wasser und bilden erst bei Niedrigwasser Landblätter und Blütenstände. Unter Wasser trägt die Rosette lange, kurz gestielte Blätter.
Die bekannte Aquarienform, oft 'Bleherae' genannt, ist eine der verbreitetsten Aquarienpflanzen überhaupt. Sie gilt als robust, wächst zügig und passt sich an sehr unterschiedliche Bedingungen an; selbst in schwach beleuchteten Becken kommt sie zurecht, weil sie dem Licht entgegenwächst. Ein nährstoffreicher, ausreichend hoher Bodengrund fördert das kräftige Wurzelwerk, CO₂ ist nicht nötig. Unterschätzt wird oft ihre Größe: Eine ausgewachsene Rosette kann Dutzende Blätter tragen und beansprucht viel Raum, deshalb passt sie als Solitär nur in große Aquarien, etwa zu Diskus oder Skalaren.
Vermehrt wird sie über Jungpflanzen, die an den Blütenständen entstehen, oder durch Teilen des Rhizoms. Blütenstiele treibt sie allerdings eher über als unter Wasser, und die kleinen weißen Blüten öffnen sich oft gar nicht erst. Samen bildet die verbreitete Aquarienform nicht, denn sie besitzt einen dreifachen Chromosomensatz und ist deshalb steril. Ihre wilde Herkunft ist bis heute unklar, vermutet wird das Amazonasgebiet. Beschrieben wurde sie 1970 von Karel Rataj als Echinodorus bleheri, zu Ehren von Amanda Bleher.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 20–60 cm
- Platz im Becken
- Solitär
- Licht
- gering
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- schnell
- Temperatur
- 22–26 °C
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Rosettenpflanze
- Vermehrung
- Adventivpflanzen am Blütenstand, Rhizomteilung
- Familie
- Froschlöffelgewächse (Alismataceae)
Herkunft
Honduras bis Brasilien: Mittelamerika, Kuba, Kolumbien, Venezuela, Guayana-Länder, Ecuador, Peru, Bolivien, Brasilien
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Braucht einen nährstoffreichen Boden und viel Platz; alte Außenblätter entfernen, damit kleinere Pflanzen darunter nicht verschattet werden.
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Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Südamerika stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.
- Alle Fische aus Südamerika
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/amazonas-schwertpflanze · Stand: 19. September 2026