Porträt
Der Brasilianische Wassernabel ist weit verbreitet: Er kommt von Südmexiko über Mittelamerika bis nach Uruguay und in den Nordosten Argentiniens vor und wächst dort in nassen, sumpfigen Gebieten. Die rundlichen, hellgrünen Blätter sitzen an langen Stielen entlang rankenartiger Stängel, an deren Knoten Büschel feiner Wurzeln entspringen. Über Wasser bildet er weiße Blütenköpfchen, nach denen er auch Weißköpfiger Wassernabel heißt; genau das bedeutet der Artname leucocephala. Die Gattung wurde früher zu den Doldenblütlern gestellt und gehört heute zu den Araliengewächsen.
Im Aquarium zählt er zu den einfachsten Pflanzen überhaupt und ist für Einsteiger gut geeignet. Er kommt mit fast allen Wasserwerten zurecht, braucht kein zusätzliches CO₂ und verträgt auch höhere Temperaturen, weshalb er gern in Diskusbecken gepflanzt wird. Anders als verwandte Arten kriecht er unter Wasser nicht, sondern wächst aufrecht zur Oberfläche und treibt dort weiter. Man kann ihn als Stängelpflanze im Mittelgrund ziehen, zwischen Wurzelholz ranken oder frei schwimmen lassen; flutende Triebe bieten Jungfischen Versteck. Mit gutem Licht und ausreichend Nährstoffen wächst er besonders üppig, dann muss man ihn häufiger zurückschneiden.
Die Vermehrung ist denkbar einfach: Die zahlreichen Seitentriebe schneidet man ab und steckt sie in den Boden. Über Wasser, etwa im Paludarium, wächst die Pflanze kriechend und besonders kräftig, dort erscheinen auch die Blüten. Kurios ist, dass die Blätter essbar sind; sie schmecken leicht pfeffrig und werden in manchen Ländern als Gewürz verwendet. Nicht verwechseln sollte man ihn mit dem verwandten Hydrocotyle ranunculoides, der auf der EU-Liste invasiver Arten steht und nicht gehandelt werden darf.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 15–40 cm
- Platz im Becken
- Mittelgrund
- Licht
- mittel
- CO₂-Zugabe
- nicht nötig
- Wachstum
- schnell
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH-Wert
- 6–7,5
- Anspruch
- Einsteiger
- Wuchsform
- Stängelpflanze
- Vermehrung
- Seitentriebe, Stecklinge
- Familie
- Araliengewächse (Araliaceae)
Herkunft
Südmexiko, Mittelamerika und Südamerika bis Uruguay und Nordost-Argentinien
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Sehr anspruchslos und auch als Treibpflanze an der Oberfläche nutzbar; gelbe Blattränder zeigen Eisenmangel an.
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/brasilianischer-wassernabel · Stand: 19. September 2026