Porträt
Das Brasilianische Mooskraut ist in den warmen Teilen Amerikas weit verbreitet, vom Südosten der USA über Mittelamerika und die Karibik bis nach Uruguay und Argentinien. Häufig wächst es an den Rändern von Schwarzwasserbächen, teils untergetaucht, teils auf nassem Boden. Die weichen, fadenfeinen Blätter sitzen spiralig und sehr dicht an hellen Stängeln, sodass die Triebe an lange Moospolster erinnern. Beschrieben hat die Art der französische Botaniker Aublet 1775 aus Guayana. Die Gattung Mayaca ist nach Maiac benannt, einem Anführer des Volkes der Galibi, und bildet als einzige Gattung eine eigene Pflanzenfamilie.
Im Aquarium verlangt das Mooskraut etwas mehr Aufmerksamkeit als typische Einsteigerpflanzen. Am schönsten wächst es in weichem, saurem Wasser bei gleichmäßiger Wärme, kommt notfalls aber auch mit härterem Wasser aus. Gutes Licht und eine CO₂-Versorgung sind wichtig, ebenso ein ausgewogenes Nährstoffangebot, in dem vor allem Eisen nicht fehlen darf. Als Gruppe im Mittel- oder Hintergrund bildet es einen hellgrünen, zarten Kontrast zu grob strukturierten Pflanzen. Wegen seines schnellen Wuchses sind regelmäßige Rückschnitte nötig.
Vermehrt wird über Stecklinge: Triebspitzen abschneiden, die untersten Blätter entfernen und die Stücke mit etwas Abstand in den Boden stecken. Wie durchsetzungsfähig die Pflanze ist, zeigt sich außerhalb ihrer Heimat. Über den Aquarienhandel ist sie in Sri Lanka, Singapur, China und Australien verwildert, wo sie dichte Matten bildet und Abflüsse wie Bewässerungsgräben verstopfen kann. Schon Triebstücke von zwei Zentimetern Länge wachsen dort zu neuen Pflanzen heran. Pflanzenreste gehören deshalb nie in Teiche oder Bäche.
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Steckbrief
- Wuchshöhe
- 15–60 cm
- Platz im Becken
- Hintergrund
- Licht
- mittel
- CO₂-Zugabe
- empfohlen
- Wachstum
- schnell
- Temperatur
- 23–25 °C
- pH-Wert
- 4,5–7
- Anspruch
- Erfahren
- Wuchsform
- Stängelpflanze
- Vermehrung
- Stecklinge
- Familie
- Mooskrautgewächse (Mayacaceae)
Herkunft
Südosten der USA, Mexiko, Mittelamerika, Karibik und Südamerika bis Uruguay und Nordost-Argentinien
Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).
Bemerkung
Gedeiht am besten in weichem, leicht saurem Wasser und bekommt bei Eisenmangel blasse Triebspitzen.
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Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/brasilianisches-mooskraut · Stand: 19. September 2026