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Dichtblättrige Wasserpest

Elodea densa

Egeria densa

Dichtblättrige Wasserpest (Elodea densa)
Foto: Kristian Peters -- Fabelfroh · CC BY-SA 3.0 · Bildnachweis

Porträt

Die Dichtblättrige Wasserpest stammt aus dem warm-gemäßigten Südamerika. Ihr ursprüngliches Areal reicht vom Südosten Brasiliens bis an die Küsten Uruguays und Argentiniens, besonders häufig ist sie im Einzugsgebiet des Paraná. Die langen, locker verzweigten Stängel sind dicht mit dunkelgrünen, schmalen Blättern besetzt, die zu viert oder mehr in Quirlen stehen; ihr Rand ist so fein gezähnt, dass man das nur mit der Lupe erkennt. In der Aquaristik kennt man die Art als Egeria densa. Weil molekulare Befunde gegen eine eigene Gattung Egeria sprechen, stellt POWO sie heute zu Elodea.

Im Aquarium gehört sie zu den klassischen Pflanzen für die Erstbepflanzung. Sie wächst sehr schnell, nimmt dabei viele Nährstoffe auf und hilft so in neu eingerichteten Becken, Algen zurückzudrängen. Ansprüche stellt sie kaum: Wenig Licht genügt, CO₂ braucht sie nicht, und neben weichem verträgt sie auch hartes, kalkreiches Wasser, in dem sie sogar am besten gedeiht. Empfindlich ist sie gegen Wärme, hohe Temperaturen hält sie nur kurzzeitig aus. Wegen des raschen Wachstums muss man sie oft kürzen. Fehlt dem Wasser stark CO₂, holt sie sich Kohlenstoff aus dem gelösten Kalk, und auf den Blättern bleiben weißliche Krusten zurück.

Vermehren lässt sie sich mühelos über Stecklinge; die brüchigen Triebe zerfallen zudem von selbst in Stücke, die neue Wurzeln bilden. Genau das macht sie im Freiland problematisch. Über den Aquarien- und Teichhandel ist sie fast weltweit verschleppt worden, in Deutschland wurde sie erstmals 1914 im Freiland nachgewiesen. In Europa kommen dabei nur männliche Pflanzen vor, sie breitet sich also ausschließlich über Triebstücke aus. Eine Besonderheit ihres Stoffwechsels: Bei Wärme, starkem Licht und wenig CO₂ kann sie auf die sogenannte C₄-Photosynthese umschalten.

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Steckbrief

Wuchshöhe
40–100 cm
Platz im Becken
Hintergrund
Licht
gering
CO₂-Zugabe
nicht nötig
Wachstum
schnell
Temperatur
20–24 °C
pH-Wert
5–9
Anspruch
Einsteiger
Wuchsform
Stängelpflanze
Vermehrung
Stecklinge, zerfällt von selbst in Triebstücke
Familie
Froschbissgewächse (Hydrocharitaceae)

Herkunft

Südost- und Südbrasilien, Bolivien, Nordost-Argentinien, Uruguay

Die Markierung zeigt den Kontinent, nicht das genaue Verbreitungsgebiet. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Wächst sehr schnell und bindet viele Nährstoffe; Reste nie in Teiche oder Gewässer geben, denn in Europa hat sie sich schon vielerorts ausgebreitet.

Fische aus derselben Region

Wer ein Becken nach dem Vorbild der Natur einrichten möchte, findet hier Fische, die ebenfalls aus Südamerika stammen. Ob die Wasserwerte zusammenpassen, zeigt der Steckbrief der jeweiligen Art.

Quelle: zierfischatlas.de/pflanzen/dichtblaettrige-wasserpest · Stand: 19. September 2026