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Breitflossenkärpfling

Poecilia latipinna

Breitflossenkärpfling (Poecilia latipinna)
Foto: Tia Offner · CC BY 4.0 · Bildnachweis

Porträt

Der Breitflossenkärpfling stammt von der Atlantikküste Nordamerikas. Sein Gebiet reicht vom Südosten North Carolinas über Florida rund um den Golf von Mexiko bis zur Halbinsel Yucatán. Selten entfernt er sich weit vom Meer: Er bewohnt Küstenmarschen, Lagunen, Flussdeltas, Mangrovensümpfe und Mündungsgebiete, aber auch Tümpel und Straßengräben, in denen sich Süß- und Salzwasser mischen. Dort steht er meist dicht unter der Oberfläche im Flachwasser, gern unter schwimmenden Pflanzen. Mit seinem nach oben gerichteten Maul nutzt er die sauerstoffreiche oberste Wasserschicht und übersteht so auch sauerstoffarme Gewässer. Hartes, basisches Wasser sagt ihm zu. Weil er Mückenlarven frisst, wurde er in viele tropische Länder gebracht und gilt heute mancherorts als eingeschleppte Plage.

Der Körper ist länglich, der kleine Kopf oben abgeflacht, der Schwanzstiel breit und die Schwanzflosse groß und abgerundet. Die Grundfarbe ist ein helles Grau bis Olivgrün mit heller Bauchseite, im Streiflicht glänzen die Schuppenreihen silbrig wie Perlmutt. Mehrere Reihen dunkler Tupfen ziehen sich über die Flanken und fließen oft zu Streifen zusammen. Erwachsene Männchen tragen eine mächtig vergrößerte, perlmuttfarbene Rückenflosse voller blauer und schwarzer Flecken mit orangeroter Oberkante; auch die Schwanzflosse ist bunt, und ranghohe Tiere haben eine orange Brust. Die Weibchen werden größer, bleiben aber schlichter gefärbt.

Im Aquarium verhält er sich ruhig und gesellig und schwimmt tagsüber vor allem im oberen Bereich. Männchen sind angriffslustiger als Weibchen; gepflegt wird er im Verhältnis von einem Männchen zu zwei bis drei Weibchen. Beim Imponieren spreizen die Männchen ihr Segel zu einem Trapez, doch voll entfalten sie es nur, wenn ihnen genug Raum zur Verfügung steht. Aus der Natur ist bekannt, dass Männchen in dicht besetzten Beständen kleiner bleiben. Als Mitbewohner eignen sich Guppy, Schwertträger und Platy.

Algen und anderes Pflanzliche machen den größten Teil seiner Nahrung aus, dazu kommen kleine Wirbellose; entsprechend gehört neben Frost- und Trockenfutter reichlich Grünkost auf den Speiseplan. Die Befruchtung erfolgt im Körper des Weibchens über das Gonopodium, die umgebildete Afterflosse des Männchens. Nach drei bis vier Wochen Tragzeit kommen je nach Größe der Mutter einige Dutzend bis über hundert Junge zur Welt, die schon rund acht Millimeter messen; Brutpflege gibt es keine, und Weibchen können Samen lange speichern. Genetische Untersuchungen zeigen, dass der Amazonenkärpfling einst aus der Kreuzung eines Atlantikkärpfling-Weibchens mit einem Männchen dieser Art hervorging. Viele Tiere im Handel sind Mischlinge mit verwandten Mollys, etwa der schwarze Mitternachtsmolly.

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Bitte prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Aquarium zu den Angaben im Steckbrief passt. Größe, Farbform und Verfügbarkeit richten sich nach dem Angebot des Shops.

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Steckbrief

Endgröße
12 cm
Mindestbecken
ab 160 l
Temperatur
24–28 °C
pH-Wert
7,5–8,5
Gesamthärte
15–35 °dGH
Anspruch
Erfahren
Haltung
1 ♂ / 2–3 ♀
Fischgruppe
Lebendgebärende

Herkunft

Mittel- & Nordamerika – Hartes, oft alkalisches Wasser. Heimat der Lebendgebärenden und der kräftigen, revierbildenden Buntbarsche.

Die Markierung zeigt die ungefähre Herkunftsregion, nicht das genaue Verbreitungsgebiet der Art. Kartenumrisse: Natural Earth (gemeinfrei).

Bemerkung

Im Handel oft „Segelkärpfling“ genannt – so heißt eigentlich Poecilia velifera. Männchen stellen die Segelflosse nur bei ausreichend Platz voll auf.

Welche Fische passen zum Breitflossenkärpfling?

Diese Arten haben wir von Hand geprüft: Sie teilen ähnliche Wasserwerte und vertragen sich nach unseren Angaben mit dem Breitflossenkärpfling.

Nicht geeignet

  • JaguarbuntbarschRäuber: frisst Fische, die kürzer als etwa ein Drittel seiner Länge (55 cm) sind.

Vorschläge nach Herkunft, Wasserwerten, Größe und Verhalten. Vor dem Kauf im Fachhandel prüfen – einzelne Tiere können sich anders verhalten.

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Zur Art: Breitflossenkärpfling Poecilia latipinna

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Quelle: zierfischatlas.de/arten/breitflossenkaerpfling · Stand: 24. September 2026